SMUS

SONNE MOND UND STERNE

Ein kleines elektrisches Logbuch für den Blick in die Sterne. Sonnenflecken, Mond und Nachthimmel – meist als einfacher Schnappschuss und mit ganz unkomplizierter Technik festgehalten.(Klick aufs Bild = Zoom und Impressum ganz unten)

30. September 2026

abnehmender mond

Fotografiert mit der Sony HX60 freihand am frühen Morgen in Westerhever-Stufhusen
Mondentfernung: ca. 369.162 km

5. Oktober 2026

sonnenflecken 4548, 4545, 4547

Angelehnt fotografiert mit der Nikon D300S, 300mm, Baader Sonnenfilterfolie AstroSolar.50°48′13″ N, 6°20′57″ O, ca. 150 m ü. NHN, 10:51 Uhr
Nix los heute!
Die derzeit sichtbaren Sonnenfleckengruppen weisen ausschließlich einfache magnetische Konfigurationen auf (Alpha (4548)- und Beta (4545 & 4547)-Klassifikation). In diesen Regionen verlaufen die magnetischen Feldlinien stabil und weitgehend geordnet. Da gegensätzliche magnetische Polaritäten räumlich klar getrennt sind, fehlt das Potenzial für plötzliche Energieentladungen. Das Risiko für stärkere Sonneneruptionen (M- und X-Klasse Flares) sowie koronalen Massenauswürfe ist aktuell extrem gering – das Weltraumwetter zeigt sich somit von seiner ruhigen Seite.

6. Oktober 2026

kosmischer nachbarschaftsbesuch auf zwei völlig verschiedenen skalen

Wenn der Mond und Jupiter am Nachthimmel eng beieinanderstehen, erleben wir eine Konjunktion – eine geometrische Überlagerung zweier völlig unterschiedlicher Dimensionen:Der Nahbereich: Unser Mond, ein felsiger, kraterübersäter Wächter in etwa 384.000 Kilometern Entfernung, reflektiert das Sonnenlicht kühl und dominant.
Die Tiefe des Alls: Dahinter leuchtet Jupiter – ein gewaltiger Gasriese mit der 318-fachen Masse der Erde, rund 878,2 Millionen Kilometer von der Erde entfernt - im Hintergrund. Das Licht vom Jupiter braucht zwischen 33 und 53 (z. Zt. der Aufname knapp 49 Min.) Minuten bis zur Erde, während das Licht der Sonne nur etwa 8 Minuten und 20 Sekunden unterwegs ist.
Dass beide Himmelskörper als Duo erscheinen, ist reine Perspektive, ein zufälliges Fluchten unserer Blickachse. Doch richtet man ein einfaches Fernglas auf das Paar, löst sich das Rätsel auf: Neben den feinen Schattenstrukturen der Mondkrater zeigt sich Jupiter nicht mehr nur als heller Punkt, sondern als winzige Scheibe, flankiert von den Stecknadelkopfgroßen Lichtpunkten seiner vier galileischen Monde (v.u.l. Ganymed, Callisto, Io, Europa). Himmelsmechanik, auf den Punkt gebracht.Aufgenommen wurde gg. 7:15 Uhr mit der Sony HX60 auf einem Stativ ohne besondere Einstellungen (also einfach draufgehalten).

11. Oktober 2026

sonnenflecken 4548, 4549, 4551

Angelehnt fotografiert mit der Nikon D300S, 300mm, Baader Sonnenfilterfolie AstroSolar.50°48′13″ N, 6°20′57″ O, ca. 150 m ü. NHN, 10:33 Uhr
Das aktuelle Weltraumwetter zeigt sich heute dank einiger aktiver Fleckengruppen recht lebendig, auch wenn es derzeit keine extremen, weltbewegenden Störungen gibt.
AR 4549: Dies ist die mit Abstand aktivste Region auf der Sonnenscheibe. Mit 28 Sonnenflecken und einer komplexen magnetischen Struktur birgt sie ein beträchtliches Risiko für stärkere Ausbrüche. Die Wahrscheinlichkeiten für das heutige Datum werden dort auf 99 % für C-Flares, 65 % für M-Flares und immerhin 10 % für hochenergetische X-Flares beziffert.AR 4551: Diese Region liegt auf dem östlichen Rand (S14E61) mit 12 Flecken und bringt es auf eine 55%ige Wahrscheinlichkeit für C-Flares sowie 15% für M-Flares.Die restlichen Regionen (wie AR4548 und die, die auf dem Foto nicht zu sehen sind) sind eher ruhig eingestuft und zeigen vorwiegend geringere C-Flare-Wahrscheinlichkeiten.Die Sonne zeigt eine solide Aktivität mit einem klaren Highlight in Region AR4549, die für potentielle M- oder sogar vereinzelte X-Flares im Auge behalten werden muss. Für den Alltag auf der Erde bleibt es jedoch überwiegend ruhig, abgesehen von leichteren geomagnetischen Unruhen.

14. Oktober 2026

sonnenflecken 4551, 4555

Angelehnt fotografiert mit der Nikon D300S, 300mm, Baader Sonnenfilterfolie AstroSolar.50°48′13″ N, 6°20′57″ O, ca. 150 m ü. NHN, 11:31 UhrUnsere Sonne zeigt sich heute von ihrer eher entspannten Seite, hat aber mit ein paar stabilen Fleckengruppen genug Potenzial, um im Auge behalten zu werden.Sonnenflecken und Regionen: Auf der Sonnenscheibe sind (hier aus dem Tal heraus) derzeit ein paar aktive Regionen zu sehen (AR4551, AR4555). Die insgesamt erfasste Sonnenfleckenanzahl liegt bei etwa 93.Hervorzuhebende Region: Die mit Abstand komplexeste und größte Region im Moment ist AR4551 (mit einer Fläche von rund 1,49 Milliarden Quadratkilometern), die auch die höchste Wahrscheinlichkeit für C-Flares (ca. 50 %) und M-Flares (ca. 10 %) aufweist.Aktivität und Flares: Die Sonneneruptionen halten sich in Grenzen. Das Weltraumwetter ist momentan ruhig – nennenswerte, größere Stürme oder markante geomagnetische Aktivitäten stehen aktuell nicht an.

16. Oktober 2026

sonnenflecken 4551, 4557

Angelehnt fotografiert mit der Nikon D300S, 300mm, Baader Sonnenfilterfolie AstroSolar.50°48′13″ N, 6°20′57″ O, ca. 150 m ü. NHN, 10:49 UhrSonnenflecken und Aktivität: Auf der zugewandten Sonnenseite zeigen sich derzeit verschiedene aktive Regionen. Besonders im Fokus steht die Region AR4551, die mit rund 32 Sonnenflecken und einer recht komplexen Magnetstruktur (EKI) für Aufmerksamkeit sorgt. Sie liefert auch die treibende Kraft für die aktuellen kleineren Flares (wie einige C-Flares im Laufe des Tages) und hat eine spürbare Wahrscheinlichkeit für weitere C-Klassen-Ausbrüche sowie eine moderate Wahrscheinlichkeit für M- oder X-Flares.Sonnenwind & Koronallöcher: Ein interessanter Neuzugang ist zudem ein äquatorübergreifendes Koronalloch, das sich kürzlich in Richtung Erde positioniert hat. Das bedeutet, dass in den kommenden Tagen ein verstärkter Sonnenwind auf die Erde treffen könnte, was wiederum das Potenzial für geomagnetische Aktivitäten erhöht.Insgesamt zeigt sich die Sonne mäßig aktiv – keine extremen Ausbrüche, aber durchaus dynamisch genug, um das Weltraumwetter spannend zu halten!

19. Oktober 2026

mond - erstes viertel - 52%

Freihand fotografiert mit der Sony HX60.50°48′13″ N, 6°20′57″ O, ca. 150 m ü. NHN, 20:13 Uhr
Mondentfernung: ca. 403.545 km
Das waren denkbar schlechteste Voraussetzungen.
Zumindest blieb der Abend nach einem ruhigen Herbsttag trocken! Der Himmel war meist gering bis leicht bewölkt, sodass man bei guter Sicht – je nach lokalem Blickfeld – freie Abschnitte am Sternenhimmel (und damit auf den Mond) erkennen konnte.
Größere geschlossene Wolkendecken zogen erst im Laufe der späteren Nacht auf. Die Temperatur im Tal lag bei frischen ca. 9 °C und der Wind war schwach bis mäßig.
Durch die hohe relative Luftfeuchtigkeit (um die 95 %) und die herbstliche Witterung bildeten sich in den späten Abend- und Nachtstunden erste lokale Nebelfelder über den feuchten Wiesen und Bachläufen.

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